Chulilla
| Gemeinde Chulilla | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte von Spanien | |
| Basisdaten | ||
| Land: | ||
| Autonome Gemeinschaft: | ||
| Provinz: | Valencia | |
| Comarca: | Los Serranos | |
| Gerichtsbezirk: | Llíria | |
| Koordinaten: | 39° 39′ N, 0° 54′ W | |
| Höhe: | 297 msnm[1] | |
| Fläche: | 61,78 km²[2] | |
| Einwohner: | 710 (Stand: 2025)[3] | |
| Bevölkerungsdichte: | 11 Einw./km² | |
| Postleitzahl(en): | 46167 | |
| Gemeindenummer (INE): | 46112 | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeister: | Vicente Polo | |
| Website: | Chulilla | |
| Lage des Ortes | ||
Chulilla (valencianisch Xulilla) ist ein Ort und eine Gemeinde mit ca. 700 Einwohnern in der südostspanischen Provinz Valencia. Sie befindet sich im Comarca Los Serranos.
Lage und Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Chulilla liegt in einer Schleife des Río Turia am Hang eines hohen Vorgebirges, das von einer maurischen Burg dominiert wird. Diese hat stadtseitig Türme und Mauern bewahrt; auf der dem Fluss zugewandten Seite befindet sich eine beeindruckende Schlucht, die sie uneinnehmbar macht, so dass auf dieser Seite keine Verteidigungsanlagen vorhanden sind. Die Millionenstadt Valencia ist ca. 62 km in südöstlicher Richtung entfernt. Das Klima ist meist warm; Regen (ca. 450 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.
Der größte Teil der Gemeinde erstreckt sich über kreidezeitliches Terrain. Auf diesem Kalksteinplateau hat die Erosion des Flusses Turia eine Schlucht und den Salto de Chulilla geschaffen, der 160 Meter tief und 10 Meter breit ist. Die Vegetation besteht aus Kiefernwäldern und mediterraner Macchie.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1857 | 1900 | 1950 | 2000 | 2025 |
| Einwohner | 1355 | 1588 | 1475 | 751 | 712[4] |
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählte der Ort zeitweise mehr als 1500 Einwohner[5], von denen jedoch ein Großteil in der zweiten Hälfte aufgrund der Mechanisierung der Landwirtschaft und des daraus resultierenden Verlusts von Arbeitsplätzen oder aus anderen Gründen Richtung Valencia abwanderten.
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Grundlage des Lebens ist die nördlich des Ortes betriebene Landwirtschaft. In der Umgebung des Ortes wurden bis zum Jahr 1957 Korund und andere Mineralien abgebaut. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts ist die Gemeinde ein wichtiges Gebiet für den Wander- und Klettertourismus[6].
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 1. Jahrtausend v. Chr. zurück. Im 8./9. Jahrhundert besiedelten aus Nordafrika stammende Berber den Ort und befestigten ihn mit einer Burg (kasbah), die nach der Rückeroberung (reconquista) des Ortes um die Mitte des 13. Jahrhunderts von den Christen umgebaut wurde. Der Ort wurde in den Rang einer Baronie erhoben. Die Vertreibung der Mauren begann in den 30er Jahren des 14. Jahrhunderts.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Etwa 60 m oberhalb des Ortes erhebt sich das Castillo de Chulilla.
- Die Lage des Ortes mit seinen weißgetünchten Häusern ist ausgesprochen reizvoll.
- In der Ortsmitte befindet sich die von zahlreichen Häusern umgebene "Plaza de la Baronia.
- Die Iglesia de la Virgen de los Ángeles entstand über den Resten der ehemaligen Moschee (mezquita).
- Umgebung
- Die Schlucht des Río Turia ist beeindruckend.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:ALTITUD
- ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:SUPERFICIE
- ↑ Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain
- ↑ Chulilla – Karte + Fakten
- ↑ Chulilla – Bevölkerungsentwicklung
- ↑ Chulilla – Klettertourismus


