elexiko
Beirut
Lesartenübergreifende Angaben

 Orthografie

Normgerechte Schreibung:Beirut 
Worttrennung:Bei|rut

 Grammatik- und Kookkurrenzprofil

Grammatische Angaben:verbformen.de
Kookurrenzprofil:suche ...

  Verteilung im elexiko-Korpus

Zahl der Quellen:21(von 31)
Zahl der Jahrgänge:25(von 63)
Frequenzschicht:VIII(5.001–10.000 mal belegt)

 Belege (automatisch ausgewählt)

Schriftsprachlich aus dem elexiko-Korpus:
Als weitere Geste des guten Willens bot Israels Ministerpräsident Rabin den Abzug seiner Truppen aus dem Südlibanon an. "Laßt uns mit vertrauensbildenden Maßnahmen beginnen, und laßt uns damit im Libanon beginnen", meinte Rabin anläßlich des jüdischen Neujahrsfests am Donnerstag. Israel hat im Südlibanon 1500 Soldaten stationiert, die von rund 3000 Milizionären der proisraelischen Südlibanesischen Armee unterstützt werden. Nach deren Abzug könnte die Regierung in Beirut dann selbst 3000 Soldaten in die Region entsenden, um die Guerillas der proiranischen Hisbollah unter Kontrolle zu halten, sagte Rabin. Wenn die Libanesen die Fähigkeit bewiesen, Terroranschläge zu verhindern, dann sei er bereit, innerhalb von drei Monaten einen Friedensvertrag mit dem Libanon abzuschließen. (N93/SEP.33979 Salzburger Nachrichten, 18.09.1993; Israel: Rückzug der Truppen aus dem Südlibanon möglich)
Israelische Medien berichteten, Jerusalems weiteres Vorgehen hänge vor allem davon ab, ob die Hisbollah als Vergeltung für das israelische Bombardement vom Sonntag ihrerseits wieder Katjuscha-Raketen auf Nordisrael abfeuern werde. Israelische Behörden riefen die Bevölkerung der Grenzregionen zu Libanon auf, in Schutzräumen und Bunkern zu bleiben. Am Sonntag abend waren mehrere Katjuscha-Raketen in Nordisrael eingeschlagen und hatten Sachschaden angerichtet. Israels Luftwaffe hatte am späten Sonntag abend mit massiven Bombardements im Süden und Osten Libanons sowie südlich von Beirut Vergeltung für den Anschlag auf den Konvoi des Brigadegenerals geübt. Nach Angaben Netanyahus, der sich bei Neuwahlen im Mai erneut für das Amt des Regierungschefs bewirbt, wurde bei mehr als 20 Angriffsflügen auch das Hisbollah-Hauptquartier in Baalbeck im Bekaa-Tal getroffen. (R99/MAR.16766 Frankfurter Rundschau, 02.03.1999, S. 2, Ressort: NACHRICHTEN; Israels Regierungschef Netanyahu setzt gegen die pro-iranischen Freischärler in Südlibanon auf Härte)
Vorerst gibt es keine Beweise für die Behauptung der anti-syrischen Regierung des Libanon, dass Syrien sich dieser Islamistengruppe bediene, um das Kabinett zu stürzen und seine Interessen im Libanon durchzusetzen. Tatsache ist, dass "Fatah al-Islam" - wie das Terrornetzwerk El Kaida - eine extrem anti-amerikanische und anti-israelische Ideologie vertritt und wohl El Kaidas neue Front im Libanon bilden soll. Deshalb könnte sich die Auseinandersetzung mit diesen Extremisten zur Überlebensfrage für die Regierung von Ministerpräsident Fuad Siniora erweisen. Die Regierung in Beirut schätzt die Lage offensichtlich auch so ein und versucht schon seit einiger Zeit, alle Anzeichen anti-amerikanischen Extremismus im Lande auszumerzen. So waren im April 200 Menschen, die der Verbindung mit El Kaida verdächtigt werden, festgenommen worden. (M07/MAI.05382 Mannheimer Morgen, 23.05.2007, Ressort: Politik; Extremisten wollen im Libanon "Tor der Hölle" öffnen)